Archive for November 2008

Protokoll der Institutsratssitzung vom 12.11.

Tagesordnungspunkte:

1. Mitteilungen

2. Lehrplanung für das Sommersemester 2009

3. Lehraufträge für das Sommersemester 2009

4. Gastvorträge 2008/09

5. Änderung der Studien- und Prüfungsordnung des Masterstudiengangs

6. Gestaltung der neuen Institutshomepage

7. Verschiedenes

Leitung der Institutsratssitzung: Prof. Dr. Irene Albers

1. Mitteilungen

Zunächst Begrüßung der Institutsneuzugänge und Vertretungen: Herr Dr. Steiger, Frau Dr. Gölz (für Frau Dr. Strätling) und Frau Dr. Janssen (für Herrn Dr. Windrich) sowie Beglückwünschung von Herrn Prof. Dr. Oliver Lubrich, der mit diesem Wintersemester eine Juniorprofessur für Rhetorik angetreten hat.

2. Lehrplanung für das Sommersemester 2009

Der für das kommende Sommersemester 2009 bereits skizzierte Lehrplan wurde zur Diskussion gestellt und unter Berücksichtigung einiger kleinerer Änderungen verabschiedet.

Problematisiert wurde zudem die geringe Auslastung der Studienplätze im AVL-Master von lediglich 60%. Diese ergebe sich aus der sehr spät gesetzten Immatrikulationsfrist. Von den 32 Plätzen wurden trotz 50 Zulassungen nur 22 besetzt. Um dieses verwaltungstechnische Problem zu lösen, soll für das nächste Semester ein früherer Immatrikulationstermin für den Masterstudiengang beantragt werden. Da die Bacheloreinführungsseminare im 110er Modul oft etwas überfüllt sind, wird über eine Erweiterung des Kursangebotes nachgedacht. Vielleicht drei anstelle der bisher zwei Kurse in den Wintersemestern. In den für den Master vorgesehenen Lektürekursen soll, falls notwendig, auch mit Übersetzungen der fremdsprachigen Texte gearbeitet werden. Damit wird dem Phänomen Rechnung getragen, dass viele Studierende sich für Kurse entscheiden, dessen Thema oder Autor sie interessiert, jedoch nicht immer entsprechende Kenntnisse der erforderlichen Fremdsprache besitzen. Über den Ablauf der Colloquien für Magister- und Masterstudierende wurde sich ausgetauscht.

3. Lehraufträge für das Sommersemester 2009

Besprochen wurden die zu vergebenden Lehraufträge.

4. Gastvorträge 2008/2009

Im laufenden Semester kam bereits zwei mal zu zeitgleich angesetzten Gastvorträgen. Somit war es nicht möglich beiden Veranstaltungen beizuwohnen. Um die Absprache zwischen Institut und Fachbereich mit Blick auf die Termine angesetzter Vorträge zu verbessern, soll in die neue Institutshomepage ein Veranstaltungsplaner integriert werden. Er ermöglicht einen genauen Überblick über eventuell schon mit einem Gastvortrag besetzte Termine. Diese Abstimmungshilfe soll Überschneidungen künftig vorbeugen.

5. Änderung der Studien- und Prüfungsordnung des Masters

Zwei Änderungen der Studien- und Prüfungsordnung des Masters sind vorgesehen:

a. Statt einer „Modulprüfung“ wird in den Modulen „Allgemeine Literaturtheorie“ sowie „Vergleichende Literaturgeschichte“ künftig eine „Modulteilprüfung“ vorgesehen. Diese Änderung der Prüfungsmodalitäten dient einer Erleichterung der Noteneingabe in das Campusmanagement. Wie genau die Vergabe von Leistungspunkten für die Modulteile dann aussehen wird, steht noch nicht ganz fest.

b. Zur allmählichen Übung von längeren wissenschaftlichen Arbeiten soll in den Modulen „ Perspektiven der Forschung“ und „ Interdisziplinäre Literaturwissenschaft“ eine längere schriftliche Arbeit zum Abschließen der Module verfasst werden. Sie würde damit die bisher noch in der Studien- und Prüfungsordnung verankerte Portfolioprüfung ablösen. Nach Absprache mit den Dozierenden soll aber auch eine solche noch in Einzelfällen möglich sein.

6. Gestaltung der neuen Institutshomepage

Der neue Internetauftritt des Peter Szondi-Instituts befindet sich in der Vorbereitung. In seiner konzeptionellen Gestaltung wurde er bestätigt. Einzelheiten, wie die spezielle Ausgestaltung bestimmter Leisten und die Auswahl an Grafiken werden noch Abgesprochen. Auch ist man noch auf der Suche nach zum Institut und AVL-Studium passenden Zitaten. Auf der Startseite der Webseite sollen diese Aussprüche wichtiger Dichter und Theoretiker in einem Hintergrundtext platziert werden und abwechselnd einzeln in den Vordergrund treten. Wer also einen guten Einfall hat, fühle sich aufgerufen uns Zitatvorschläge via E-Mail an fsiavl@zedat.fu-berlin.de, zu schicken.

7. Verschiedenes

Der AVL Newsletter, bisher in gedruckter Form erhältlich, soll ab der übernächsten Ausgabe in digitaler Form erscheinen. Als Plattform soll die neue Homepage des Instituts dienen. Die Verlagerung des Newsletters in das Internet wird eine schnellere Bekanntgabe von Informationen ermöglichen. Damit einhergehend wird auch seine Aktualität gesteigert.

Dieses Protokoll stellt die Wiedergabe der Tagesordnungspunkte nach eigenem Verständnis dar!
Änderungswünsche bzw. Einwände bis zum 26.11.08 per Mail oder Kommentar. Danach gilt das Protkoll als genehmigt.

Add comment November 18, 2008

Dichten und Denken. Raoul Schrott tritt seine Samuel-Fischer-Gastprofessur an der Freien Universität Berlin an

Nach Laszló Krasznahorkai im letzten Semester ist Raoul Schrott der Samuel-Fischer-Gastprofessor im Wintersemester 08/09. Am Donnerstag, den 6.11.08 hielt der österreichische Komparatist, Schriftsteller und Übersetzer seine Antrittsvorlesung an der Freien Universität.

Als „Homme de Lettres“ führte Gert Mattenklott den diesjährigen Samuel-Fischer-Gastprofessor Raoul Schrott ein, dessen Neuübersetzung der Ilias in den deutschen Feuilletons der letzten Monate kontrovers diskutiert wurde. Nach Werküberblick und einer thematischen Einführung gab der Berliner Literaturwissenschaftler das Wort an Schrott weiter, der anstelle einer theoretisierenden Vorlesung eine praktische Übung mit dem Auditorium exerzierte. Schrott führte diese Übung ganz im Sinne seines Seminarprogramms durch, in dem er mit Studenten der AVL den Geheimnissen der Lyrik in sehr alten und sehr neuen Texten auf den Grund gehen will.

Dichtung, so Schrotts These, sei mehr als nur artifizielle Spielerei. An einem Vierzeiler von François Villon demonstrierte er, wie kognitive Modelle in die lyrische Praxis eingeschrieben sind. Die Musikalität der Sprache in Gedichten entfalte nicht nur eine ästhetische Dimension, sondern sei ursprünglich in einen pragmatischen Kontext eingebunden. Die Erinnerungsleistung, so Schrott, werde durch Rhythmisierung der Sprache signifikant gesteigert.
Die Assoziation, in diesem Fall von Wort und Melodie, sei nicht nur ein Teil unserer Gehirnleistung, sondern für unser gesamtes Denken grundlegend. Schon die Beziehung zu unseren Namen, sei eine prinzipiell metaphorische. Nicht nur die Metapher, sondern auch Metonymie und Synekdoche seien Stilmittel, die fundmentale Gehirnfunktionen literarisch abbilden.
Mit seinen Ausführungen über den Zusammenhang kognitiver Funktionen und dichterischer Praxis betritt der diesjährige Samuel-Fischer-Gastprofessor jenes interdisziplinäre Feld, das in der FU durch den neu gebildeten Exzellenzcluster Languages of Emotion vertreten wird.

Diesem interdisziplinären Anspruch wurde der Münchner Psychologe und Biologe Ernst Pöppel gerecht, der im Anschluss an Schrotts Übung einen erbaulichen und lehrsamen Einblick in das Wesen neurologischer Prozesse gab, um sie mit der Struktur lyrischer Sprache zu vergleichen. Insbesondere nahm er Schrotts Punkt der Modellbildung auf, die jeden sprachlichen Kontext begleite und im Gedicht in besonderer Weise aktiviert werden müsse.
Als Liebhaber von Gedichten zeigte sich Pöppel genauso kompetent wie Schrott zuvor als Kenner neurologischer Theorien. Dass die Chemie zwischen den Beiden offensichtlich stimmte, stellte auch Gert Mattenklott fest. In seinem Schlusswort äußerte er augenzwinkernd den Wunsch, dem Tandem Pöppel/Schrott auch im nun kommenden Seminar zu begegnen. Das von der gelungenen Veranstaltung eingenommene Auditorium pflichtete dem Literaturwissenschaftler mit ausgedehntem Beifall bei.

Samir Sellami
Christian Wöllecke

1 comment November 8, 2008

Anglista.de sucht Verstärkung

anglista.de, ein studentisches Online-Magazin für Freunde englischsprachiger Literatur, sucht Verstärkung

Entstanden aus einem AVL-Seminar veröffentlicht anglista.de Rezensionen von im Deutschen erschienenen Büchern (und Hörbüchern) aus dem englischen Sprachraum und Berichte von literarischen Veranstaltungen aller Art. Die Redaktion setzt sich aus Literaturstudenten der FU zusammen, Chefredakteur ist Dr. Ralf Hertel (Institut für Englische Philologie).

Zu viert haben wir das Magazin als Praxisprojekt im Wintersemester 2006/07 verbessert und erweitert und haben seitdem weiter daran gearbeitet, anglista.de mit neuen Inhalten zu füllen und am Leben zu erhalten – und genau dafür sind wir jetzt auf ein bisschen Unterstützung angewiesen. Wir können zwar keine kostenlosen Rezensionsexemplare anbieten, dafür aber die Chance einer Online-Veröffentlichung. Statt bei Amazon unter Pseudonym schlechte Bücher zu verreißen, kann man auf diese Art als Student das Schreiben üben, veröffentlicht werden und anglista.de zu einem wachsenden, aktuellen Magazin werden lassen.

Im Moment arbeiten wir an Flyern und Plakaten, mit deren Hilfe wir im Lauf der nächsten Wochen versuchen werden, den Bekanntheitsgrad der Seite zu verbessern, außerdem möchten wir einen Newsletter einrichten – das lohnt sich allerdings erst, wenn regelmäßig neue Texte veröffentlicht werden. Da wir gerade nur zu dritt am Magazin arbeiten, passiert recht wenig auf der Seite. Es wäre schön, wenn sich das bald ändern würde!

Bei Interesse an einer Mitarbeit einfach eine Mail an redaktion@anglista.de – am Besten schon mit einer Idee für eine Rezension.

Add comment November 4, 2008


Wer schreibt im Blog?

Christian: 5. Semester (AVL/Philosophie)

Samir: 5. Semester (AVL/Philosophie)

Felix: 5. Semester (Philosophie/AVL)

Schnellkontakt: fsiavl[at]zedat.fu-berlin.de

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